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Über Open Innovation

 

Angesichts der Komplexität moderner Forschung und der wachsenden Ansprüche, die heute an neue Produkte, Services oder Verfahren gestellt werden, nutzen innovative Unternehmen heute verstärkt kreatives Potenzial außerhalb des Unternehmens, indem sie ihre internen F&E-Anstrengungen durch Kooperationen und Netzwerke ergänzen. Daher kommt sogenannten Open-Innovation-Ansätzen eine immer wichtigere Rolle zu. Gemeint ist, dass Forschungs- und Entwicklungsprozesse zunehmend „offen“ sind, das heißt es findet ein Austausch von Ideen, Wissen und Ressourcen zwischen dem Unternehmen und externen Open-Innovation-Partnern statt.

 

Werden sie intelligent ausgestaltet, liegen die Vorteile solcher Ansätze auf der Hand. Bei sogenannten Outside-in-Prozessen, bei denen das Unternehmen externe Kompetenz hereinholt, kann mehr Wissen genutzt werden, als in einem einzelnen Unternehmen vorhanden sein kann. Das Innovationspotenzial eines Unternehmens, das bei „geschlossenen“ Innovationsprozessen durch das intern verfügbare Wissen begrenzt ist, kann durch Open Innovation fast beliebig gesteigert werden, indem praktisch die ganze Welt als Ideenpool genutzt wird. Zugleich können offene Innovationsprozesse dazu beitragen, dass die Wünsche der Kunden kontinuierlich eingespeist werden und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

 

Dabei ist Open Innovation aber keine Einbahnstraße: Bei sogenannten Inside-out-Prozessen werden internes Wissen und ungenutzte Ideen des Unternehmens nach draußen gegeben und damit für den gesamtwirtschaftlichen Innovationsprozess nutzbar gemacht. Zudem werden auf diesem Wege natürlich auch Lizenzeinnahmen generiert, die wiederum zur Stärkung der Innovationskraft des Unternehmens eingesetzt werden können.

 

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Beispiel Bayer AG, Leverkusen